Was ist ein Stellvertreter?

Ein Stellvertreter gibt eine eigene Willenserklärung ab, die für und gegen einen anderen wirkt. Dagegen übermittelt ein Bote eine fremde Willenserklärung, er fungiert also nur als Übermittler.

Bei der Stellvertretung gibt es drei Grundprinzipien:

  • Nach dem Repräsentationsprinzip handelt nur der Vertreter, nicht aber der Vertretene. Relevant sind nur die Erklärungen des Vertreters.
  • Das Offenheitsprinzip sieht vor, dass der Vertreter deutlich zeigen muss, dass er nicht für sich, sondern für den Vertretenen handelt.
  • Das Abstraktionsprinzip besagt, dass die Vollmacht vom Innenverhältnis unabhängig ist, sie also gegenüber anderen Personen auch dann besteht, wenn bspw. das Angestelltenverhältnis beendet ist.

Die aktive Stellvertretung betrifft die Abgabe von Willenserklärungen, die passive deren Empfang. Auf Mitteilungen, die keine Willenserklärungen sind (geschäftsähnliche Handlungen), also z.B. Mahnungen, Fristsetzungen oder andere Erklärungen, finden die Vorschriften über die Stellvertretung analoge Anwendung.

2 Gedanken zu „Was ist ein Stellvertreter?“

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