Wann kann man bei einer Teilleistung zurücktreten?

Grundsätzlich ist auch eine Teilleistung eine nicht vertragsgemäß erbrachte Leistung im Sinne des § 323 Abs. 1 Satz 1 BGB, die (nach Fristsetzung) zu einen Rücktrittsgrund darstellt. Allerdings engt Absatz 5 der Vorschrift das Schadenersatzverlangen auf die Fälle ein, in denen der Gläubiger kein Interesse an der erbrachten Leistung alleine hat.

Was bedeutet Rücktritt?

Wer von einem Vertrag zurücktritt, vernichtet diesen nachträglich. Aus dem eigentlich begründeten Schuldverhältnis wird ein sog. Rückabwicklungsschuldverhältnis.

Rücktrittsgründe finden sich ganz allgemein in §§ 323 bis 326 BGB, es gibt aber auch Spezialnormen. Die Rechtsfolgen des Rücktritts richten sich nach den §§ 346 bis 354.