Was ist ein wucherähnliches Geschäft?

Dabei handelt es sich um ein Geschäft, das nicht die Voraussetzungen des Wuchers erfüllt, weil keine Ausnutzung eines Defizits beim Vertragspartner vorliegt. Allerdings muss stattdessen eine „verwerfliche Gesinnung“ vorliegen, die ab dem doppelten Preis des normalen Werts vermutet wird, aber widerlegt werden kann.

Wann ist ein Geschäft sittenwidrig?

Sittenwidrigkeit wird definiert als ein Verstoß gegen das Anstandsgefühl aller „billig und gerecht Denkenden“. Es muss sowohl objektiv als auch subjektiv vorliegen. Der Vertragsschließende muss also die Sittenwidrigkeit kennen; dies wird aber grundsätzlich vermutet und eine Unkenntnis müsste bewiesen werden.

Insbesondere ist ein wucherisches Rechtsgeschäft nichtig.

Was bedeuten Vermutung und Fiktion?

Mit beidem wird eine rechtliche Aussage über die Wahrheit getroffen. Eine Vermutung knüpft dafür an eine gewisse Wahrscheinlichkeit über die Wahrheit einer Tatsache an, eine Fiktion erklärt bewusst eine Unwahrheit zur Wahrheit.

Mehr dazu finden Sie hier: http://sie-hoeren-von-meinem-anwalt.de/2015/08/vermutung-und-fiktion/